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Ferienprogramm Renningen

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Zeitungsbericht der Leonberger Kreiszeitung Nr. 179, Freitag, 5. August 2011

Die Trommeln klingen wie Donnerhall über der Prärie

Renningen: Beim Zeltlager auf der Liobahütte hat sich alles um die Traditionen der Indianer gedreht. Von Marius Venturini

AIs Indianerexperte Peter Hang zusammen mit den Kindern das schrille Kriegsgeschrei der amerikanischen Ureinwohner anstimmt, verziehen sich am Himmel sogar die dunklen Wolken. Vielleicht aus Angst? "Das Geschrei hatte zum einen den Zweck, sich selbst Mut zu

machen, aber auch dem Gegner den Eindruck zu vermitteln, dass man zahlenmäßig überlegen ist", weiß der Fachmann, der in voller Mohawk-Montur (PH: ich trage keine Mohawk-Montur, sondern ein persönliches Powwow-Outfit) interessante Details erklärt. Er ist in diesem Jahr einer der besonderen Gäste.
 
Zwischen Traumfänger und Wigwam lässt sich das Indianerleben feiern.    Fot.: factu.

Anmerkung: Tipi nicht Wigwam - es handelt sich dabei um unterschiedliche Wohnstätten.
Denn auf der Renninger Liobahütte steht in dieser Woche alles im Zeichen der Indianer. Knapp 50 Kinder zwischen neun und 13 Jahren nehmen am Zeltlager der katholischen Jugendgemeinde (KJG) teil, unter dem Motto "Rauchzeichen über den Lioba Mountains". Einen Totempfahl schnitzen, Waffen herstellen, Schmuck und Musikinstrumente basteln - all das steht auf dem Programm. "Bei den Jungs war zum Beispiel das Bogenbauen schwer angesagt", berichtet Gemeindereferent Felix Lipp.

Doch was ist ein echter Indianer ohne sein typisches Zelt, das Tipi? Patricia (13), Marflena (12) und Sina-Marie (10) haben zum Wochenbeginn kräftig mit angepackt und zusammen mit Felix Lipp eines der beiden knapp sechs Meter hohen Bauwerke errichtet. "Schwierig war es eigentlich nicht", findet Patricia", denn wir haben uns die Arbeit sehr gut geteilt." Meint auch Marilena: "Jeder hat etwas anderes gemacht, so ging es recht schnell."

Die Mädchen sind gemeinsam in einer der Gruppen, welche die Betreuer zu Beginn der Freizeit eingeteilt haben. Ihr Wappen, das so genannte Totemtier, ist die Eidechse. "Die ist mutig, schlau und kann sich gut tarnen", begründet Patricia die Wahl einleuchtend. Gemeinsam halten die einzelnen Gruppen am Abend Palaver und einige haben sich bereits in der ersten Nacht auf die umliegenden Wiesen getraut, um unter freiem Himmel zu übernachten.

Die zehnjährige Lisa hat in einem der vielen Workshops einen Bogen gebaut. "Ich habe auch schon damit geschossen nur getroffen habe ich nicht", berichtet sie von ihren ersten Versuchen mit der traditionellen Indianerwaffe. Derweil präsentiert Peter Hang weitere Artefakte, die er bei seinen unzähligen Amerikabesuchen zusammengetragen hat: einen echten Tomahawk, Federschmuck, ein Messer aus Fuchs- und Büffelknochen sowie eine riesige Trommel, deren Klang wie Donnerhall über der Prärie dröhnt.

Im 13. Jahr findet das Zeltlager auf der Liobahütte bereits statt. Und bei jeder Ausgabe steht es unter einem anderen Motto.

"Letztes Mal waren es die Piraten, das war genauso cool", berichtet Marilena. Sie ist bereits zum vierten Mal dabei.

Auch viele der Betreuer haben früher gerne teilgenommen. "Es ist aber nicht vergleichbar mit einer Stadtranderholung, bei der man sich nur einmal im Jahr trifft", so Felix Lipp. Es herrsche hier ein ganz anderer Bezug zwischen den Leitern, denn es werde bei der KJG auch während des Jahres viel gemeinsam organisiert.

Bei der diesjährigen Ausgabe des Zeltlagers bemerkt Felix Lipp eine Art Generationenwechsel bei den Teilnehmern. "Es sind mehr Neue als sonst", sagt er und liefert gleich den Grund dafür: "Wenn zum Beispiel eine große Gruppe gemeinsam zu alt für das Lager wird, können viele neue Teilnehmer auf einmal nachrücken." Alles kein Problem: spätestens beim Abschieds-PowWow haben auch die Neuen eine ganze Handvoll neue Freunde gewonnen.


Zwischen Traumfänger und Wigwam lässt sich das Indianerleben feiern.    Fot.: factu.
 
 
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