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"Den" Indianer gibt es nicht

Hintergrund, Klischees
"Den" Indianer gibt es nicht!
Wie bei so vielem in der Welt und erst recht, wenn es sich um fremde Völker, Ureinwohner, handelt, wird sehr schnell verallgemeinert.
So entstand auch das Bild von „dem Indianer“. Gibt es überhaupt ein Volk, das Indianer genannt wird? Für viele Menschen gibt es Indianer so wie so nur in USA - oder gibt’s die Indianer überhaupt noch?!

Kolumbus wird als Entdecker des Neuen Kontinentes und somit der Indianer gefeiert. Er nannte sie Indio. Schließlich glaubte er, dass er den Seeweg nach Indien entdeckt hatte. Der Begriff „Indio“ wandelte sich im Englischen in „Indian“. Die Eingeborenen Amerikas wehrten sich gegen diese Bezeichnung : „Wir sind doch keine Inder!“ Wir werden in diesem Bericht dennoch den Begriff Indianer verwenden. Warum? Die deutsche Sprache ist die einzige Sprache, die einen Unterschied
macht zwischen Inder und Indianer.
In USA wurde der Begriff „Native American“ eingeführt, um der Sache gerechter zu werden. Aber es dauerte nicht all zu lange, bis die kanadischen und mexikanischen Indianer auf der Palette standen: Auch sie seien Native, aber aus Kanada und Mexiko.

Indigene Völker oder autochthone Völker sind nach einer international gebräuchlichen Definition marginalisierte Bevölkerungsgruppen. D.h., sie sind die Nachkommen einer bereits existenten Bevölkerung vor Eroberung, Kolonisation oder der Gründung eines Staates oder einer Region, die sich selbst als eigenständiges Volk verstehen und ihre eigenen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen beibehalten. So, jetzt haben wir es ganz genau! Oder doch nicht?
Die kanadischen Indianer sprechen z.B. von sich als „First Nation“.

Warum das ganze Durcheinander?
Bevor Europäer Süd-, Mittel- und Nordamerika überrannten, gab es allein auf dem nordamerikanischen Kontinent 500 verschiedenen indianische Nationen. Davon waren über 300 Stämme so verschieden in der Sprache und Kultur, wie die Völker in Europa. Diese indianischen Nationen sprachen nicht die gleiche Sprache und konnten sich mit Worten so wenig unterhalten, wie Russen mit Franzosen, Spanier mit Engländer oder Norweger mit Griechen. In Mexiko leben heute noch über 80 indigene Stämme.

Europa ist heute noch nicht „eins“. „Den Europäer“ gibt es nicht! Heute! Warum sollte es dann „den Indianer“ geben?

„Ihr hattet euer Holocost – wir haben unseres noch!“
Zitat einer Indianerin 2008 bei einem Besuch bei den Four Suns in Deutschland.

Im Jahr 1492 fand Kolumbus die Neue Welt. Die Menschen dort nannte er aus bekannten Gründen „Indio=Indianer“.
Schätzungsweise 60 Millionen Ureinwohner lebten damals in Nord- und Südamerika.
Bis zum Jahr 1600 waren mehr als 90 Prozent von ihnen tot.

http://usaerklaert.wordpress.com/2007/08/08/indianer-teil-2-totenzahlen/

Den Deutschen wird ständig ihre, zugegeben nicht sehr rühmliche Vergangenheit auf’s Brot geschmiert. Wer spricht von den 60 Millionen Ureinwohnern der amerikanischen Kontinente. Und es ist nicht Menschenwürdiges daran zu finden, aus Habgier andere Völker gesundheitlich zu schädigen, auszurotten oder umzubringen.
Und noch viel schlimmer ist es, damit nicht aufzuhören. Schauen sie bei uns einmal in die Rubrik „Nachrichten/News“. Und dann fragen sie sich, ob der Krieg gegen die Indianer aufgehört hat!

Heute gibt es zwar wieder rund 2-3 Millionen Indianer in Nordamerika.

Die wirkliche Zahl ist sehr schwer zu ermitteln, da nur Indianer in den Reservaten als solche registriert sind. Wegen der unerträglichen sozialen Verhältnisse leben sehr viele Indianer außerhalb der Reservationen. Geschätzte Zahlen gehen weit über die Zahlen der in den Reservationen lebenden Indianern hinaus.

Von den 500 ehemaligen indianischen Nationen sind heute nur noch 250-300 übrig geblieben.
Von den bestehenden Stämmen sind viele bis auf wenige „Köpfe“ ausgerottet worden.
 
 
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